mimiThoughts

Montag, 25. Juni 2007

this space between us

Am Freitag erst Life of Agony beim Serengeti-Festival begutachtet (hab die Karten gewonnen sonst wär ich auch nicht da gewesen) und währenddessen eine Erinnerung nach der Anderen aus längst vergessenen Tagen ausgepackt. Das die Jungs immer noch so aussehen wie vor 10 Jahren hat dabei auch ordentlich geholfen. Heute dann der nächste Schlag bei Nerdcore. Wenn mittlerweile irgendein ganz gewiefter DJ inner Disse mal Alive auspackt, gehe ich nen Bier holen. Wenn ich allerdings dieses Video sehe, weiß ich doch, warum ich da früher so drauf abgegangen bin...



Wen man sich die Leute anschaut, kann man sich aber auch denken wie das ein paar Jahre später beim Roskilde-Festival passiert sein mag.

Sonntag, 24. Juni 2007

Klausurphasenindikatoren

  • - Die billigsten Flash-Spiele machen auf mal Spaß
  • - Freunden wird bereitwillig bei HTML Problemen geholfen
  • - Die Band-Website wird um kleine aber feine Features erweitert
  • - Die Küche ist immer sauber
  • - Der Feedrader zeigt keine ungelesenen Nachrichten an
  • - man blättert durch seine delicious Bookmarks
  • - extrem hoher Zigaretten und Kaffee-Konsum
  • - ...

Donnerstag, 11. Mai 2006

No-Future-Generation?, Generation X ?, Generation Y ?, Generation Praktikum?

... na was denn nu? Die "Generation Praktikum" ist momentan in aller Munde. So ging vor ein paar Tagen noch eine Mail durch unseren Studenten-Verteiler, in dem vom Sudwestrundfunk eine Dauerpraktikantin für eine Talkshow gesucht wurde. Seitenlange Feuilleton-Beiträge beschäftigen sich mit dem Thema und Mama und Papa wissen auch nicht was Sie machen sollen. Immerhin hat das Mädel/der Junge ja was zu tun, auch wenn die Besoldung noch nicht so richtig ist. Vielleicht klappts ja diesmal und Sie/Er rutscht anschließend von dort aus in eine Festanstellung.

Ganz überraschend fand ich dann heute bei lautgeben.de einen Hinweis auf eine Petition "die fordert, dass Praktika von Hochschulabsolventen, die länger als drei Monate dauern und in dem Berufsbild abgeleistet werden, für das der Hochschulabsolvent ausgebildet wurde, in ein reguläres Arbeitsverhältnis umgewandelt werden."

Im Grunde eine gute Idee. Vielleicht gibts es viel zu viele Unternehmen und Betriebe die fast fertige und damit schon sehr qualifizierte Studenten für nen Appel und nen Ei beschäftigen um einfach nur Geld zu sparen. Die Generation Praktikum würde somit vielleicht reduziert, aber nicht abgeschafft.
Ich bin mir nämlich ziemlich sicher das ein gewisser Anteil der bemitleidenswerten Dauerpratikanten sich of auch selbst in diese Lage bringen. Ganz oft, so scheint es mir, wissen die netten Studenten nämlich gar nicht, wleches Berufsbild sie sich für sich vorstellen. Mal ehrlich, wieviele Studenten kennt ihr die schon vor dem Studium ein Berufsbild vor Augen haben und dieses Ziel dann auch verfolgen? Eher wenige, oder? Somit tingelt man dann im drei oder sechs-monatigen Takt durch die Unternehmen und Betriebe um nach der abgelaufenen Zeit Weisheiten wie: "Also immer arbeiten möchte ich da auch nicht", oder "Das war auch irgendwie nichts für mich" zu verkünden.

Kann mich mal jemand daran erinnern, diese Petition weiter zu verfolgen...

Donnerstag, 27. April 2006

Ich bin das Prekariat

Es ist schon eine merkwürdige Zeit. Irgendwas zwischen Nörgeln, Verzweifeln, sich den Arsch aufreißen und auf die Politik und Wirtschaft schimpfen. Zwischen Studium möglichst gut beenden und nebenbei arbeiten wie ein Wilder...

Schöner Artikel in der Zeit:
Die Zeit - Feuilleton : Von der Boheme zur Unterschicht

passt auch ganz gut zu diesem alten Post:

No one said it would be easy ...

 

 

Samstag, 15. April 2006

... aus Aldous Huxley: Pforten der Wahrnehmung

In einer Welt in der Erziehung und Unterricht vorwiegend durch Sprache erfolgen, finden es hochgebildete Menschen fast unmöglich, irgend etwas anderem als Worten und Begriffen ernste Aufmerksamkeit zu widmen. Es ist stets Geld vorhanden, es werden stets Doktorarbeiten vergeben, um der wissenschaftlichen Dummheit freien Lauf zu lassen und das zu erforschen, was für Gelehrte das allerwichtigste Problem ist: Wer beeinflusste wen in der Weise, daß er irgend etwas zu irgendeinem Zeitpunkt gesagt hat? ... Die Gefühle des Menschen, die sich nicht so leicht in Worte ausdrücken lassen, die Fähigkeit, die Gegebenheiten unserer Existenz unmittelbar wahrzunehmen, bleiben fast völlig unbeachtet... Den Verbalisten sind die Nichtverbalisten verdächtig; Rationalisten fürchten die gegebene, nicht-rationale Tatsache... Überdies passt diese Idee einer Ausbildung in nichtverbalen humanistischen Disziplinen in keines der eingerichteten und etikettierten Fächer... Ohne systematisches vernunftmäßiges Denken könnten wir als Spezies oder Individuen unmöglich auskommen. Aber wenn wir geistig gesund bleiben wollen, können wir auch unmöglich ohne unmittelbare Wahrnehmung - je unsystematischer, desto besser - der inneren und äußeren Welt, in die wir geboren wurden, auskommen. Diese gegebene Wirklichkeit ist ein Unendliches, das sich allem Verständnis entzieht und sich doch auf unmittelbare Weise gewissermaßen in seiner Gesamtheit erfassen lässt. Sie ist etwas Transzendentes, das nicht der menschlichen Ordnung angehört. Und doch kann sie uns gegenwärtig sein als eine empfundene Immanenz, ein erlebtes Teilhaben.

Huxley, Aldous: "Pforten der Wahrnehmung" aus: Sidran Ben, "Black Talk", 1985, Wolke Verlag, Hofheim

Wikipedia: "Die Pforten der Wahrnehmung"

Ist mir im Rahmen meiner Recherchen zur "oral culture" im Zusammenhang meiner Hausarbeit zur "schwarzen" amerikanischen Kultur untergekommen.

Montag, 13. März 2006

unzufrieden...

Manchmal ist man ohne Grund unzufrieden. Das macht dann wiederum noch unzufriedenerer. Auch Telefonate helfen da nich ...

Donnerstag, 2. März 2006

Falls mir irgendwer mal was schenken will ...

Christoph Wunschzettel
man kanns ja mal versuchen...

Donnerstag, 8. September 2005

mehr Tag

ich hätte generell ganz gerne ein bischen mehr Tag. Die Tage die ich momentan habe reichen mir irgendwie nich. Die Tage wären viel besser, wenn Sie mehr wären.Länger und befriedigender. Da muss Zeit für alles sein. Ich bin, denke ich, für die Einführung des 35 Stunden Tages. Dann kann ich jeden Tag ein bischen mehr schlafen. Jeden Tag 1 Stunde länger frühstücken und vor allem mal wieder bloggen. Ist ja schon ein wenig her. Aber der alte Effekt: "Weil es alle machen ist es jetzt uncool" ist bei mir zu einem gewissen Grad eingetreten. Dabei wäre es eigentlich viel cooler sich über diesen Effekt hinwegzusetzen, denn sonst bin ich letzendlich nur selber der Effekt und mach es nur weil ich auch mal Leute cool fand die es gemacht haben und noch machen.

Einen Tag am Meer hätte ich auch mal ganz gerne. Ich glaube ein Tag am Meer ist der Prototyp des Mehr-Tages. Sie sind immer mehr. Mehr zumindest, als die Tage hier auffem flachen Land, wo sich der Sommer soeben mit ein paar lauten Knalls und Blitzen verabschiedet hat. Kann man Tag nicht bei ebay ersteigern? Das wäre doch was! Vielleicht könnte man doofe Tage, oder Tage wo man schon vorher nichts mit anzufangen weiss auch bei ebay versteigern.

Dienstag, 3. Mai 2005

Reduktionistische Systeme sind repressiv. Und?

Sämtliche Codes und Zeichen, im Grunde jede Semantik ist in irgendeiner Weise reduktionistisch. Beim zweiten mal überlegen wurde auch mir das klar. Wir reden hier also über nichts anderes als über Schubladen, die für eine geregelte Kommunikation einfach benötigt werden. Eine gemeinschaftlicher Vorrat an Ko- und Denotationen ist also im Grunde was Nützliches. Zumindest was die geregelte Kommunikation betrifft. Warum wird die Anwendung solcher Schubladen, sobald Sie auf persönliche Freiheiten, natürliche Grundrechte (nehmen wir die Religion mit dabei dann müsste ich wohl von "gottgegebene Grundrechten" sprechen), oder was auch immer trifft, denn dann als repressiv bezeichnet?

"Die Repressionshypothese klebt wie Scheisse am Schuh", so zumindest mein Prof. Das ist auch sehr einleuchtend. Das medial ständig verstärkte Schubladendenken nimmt einem wahrscheinlich wirklich oft die Freiheit sich "schubladenfrei" zu bewegen. Würde man es trotzdem machen, würden einen aber auch keiner verstehen. Das kann ja auch nicht Sinn und Zweck der Angelegenheit sein. Aber nochmal zurück....
Wenn ich jetzt 16 Jahre im Urwald lebe und dann meine Traumfrau kennenlerne, lebe ich dann eine "freie" bzw. nicht-repressive Sexualität? Wenn ich mein ganzes Leben noch nie Musik gehört hätte und mir dann autodidaktisch ein Instrument beibringe, wäre das dann frei oder gar neu? Geht gar nicht. Schon klar. Aber das scheint mir die einzige Alternative, wenn das System das uns umgibt so böse ist.
Offensichtlich ist die Authentizität das Optimum schlechthin, aber nicht erreichbar. Schönes Dilemma. Irgendwo hab ich auch mal gelesen, das die Suche nach DEM authentischen Irgendwas (also z.B. Charakter, Musik, Liebe) eine eher pubertäre, naja sagen wir mal jugendliche Leidenschaft ist. Geht aber nunmal nicht. Wir hängen bis zum Hals im Schlamm unserer medialen Umwelt. Basta.

Seminare in denen eher assoziativ durch die Räume geschwafelt wird, gefallen mir generell besser. Das wurde mir eben klar, als der Frontmann nochmal darauf hinwies. Im gleichen Atemzug hat er aber auch gedroht, das die nächsten Seminare nicht so verlaufen werden. Schade eigentlich...

Donnerstag, 7. April 2005

Der Papst ist tot: Es lebe der Papst!

Mittlerweile kommt mir diese ganze Medienberichterstattung echt komisch vor. Pietät hin oder her, war der Papst nicht immer das Hass-Objekt der Feministinnen? Waren seine moralischen Wertvorstellungen nicht immer total veraltet und wurde nicht nach Allem was er so von sich gab erst einmal aufgeschrien?
Da stehen die Politiker nach dem Requiem in Mainz zu dutzenden vor den Kameras und erzählen davon wie toll Sie den Paule fanden und was er doch für einen wichtigen politischen Einfluss auf die Vereinigung Europas gehabt habe.
Moment mal eben....

Mag sein das mein politisches Interesse ein bischen zu spät eingesetzt hat, um die politischen Aktivitäten seiner Zeit zu raffen, aber warum hat da denn vorher keiner von geredet? War es nicht immer Gorbi und unser lieber Alt-Kanzler die sich den Orden der Wiedervereinigung an die Brust tackern durften? Oder werden hier nur politische Argumentationen ausgepackt, weil die moralischen Ausrichtungen und Entscheidungen immer höchst umstritten waren?

Naja und jetzt noch die ganze Pilgerei nach Rom. Sollen Sie tun. Kommt mir aber auch ein wenig merkwürdig vor. Darf man da auch schon von Popkultur reden, wenn solche Figuren der Weltgeschichte erst nach dem Tod wirklich populär werden? Vor ein paar Jahren hat sich keiner für Paule interessiert und jetzt war er auf einmal der Überpapst. Oder wie? Jim Morrison, Jimi Hendrix oder Kurt Cobain wurden auch erst post mortum zu Legenden. Ist das bei Johannes jetzt auch so?
Trotzalledem hat es mich ziemlich nachdenklich gemacht. Immerhin war er das Oberhaupt meiner Kirche! Ich war ein bischen von mir selbst überrascht, denn eigentlich habe ich mich immer als Christ und mal so gar nicht als Katholik gesehen.

In jedem Fall bin ich sehr gespannt wie sich die Berichterstattung in den Medien weiter entwickeln wird. Die kritischen Stimmen werden ja langsam lauter. Zum Beispiel heute im Spiegel: Interview mit Uta Ranke-Heinemann, "Ich habe mich 26 Jahre über den Papst geärgert"
Immerhin die Tochter des ehemaligen Bundespräsidenten.

Was auch immer passieren wird. Wer auch immer neuer Papst wird. Ob Herr Ratzinger jetzt cool oder doof ist. Ob die Konklave 2 Tage oder 2 Jahre dauern wird. Im Grunde ist es doch klar: Ändern wird sich eh nichts. Wenn der neue Papst erst einmal gewählt ist, wird es nicht lange dauern, bis die Dinge wieder so laufen wie immer....

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