Reduktionistische Systeme sind repressiv. Und?
Sämtliche Codes und Zeichen, im Grunde jede Semantik ist in irgendeiner Weise reduktionistisch. Beim zweiten mal überlegen wurde auch mir das klar. Wir reden hier also über nichts anderes als über Schubladen, die für eine geregelte Kommunikation einfach benötigt werden. Eine gemeinschaftlicher Vorrat an Ko- und Denotationen ist also im Grunde was Nützliches. Zumindest was die geregelte Kommunikation betrifft. Warum wird die Anwendung solcher Schubladen, sobald Sie auf persönliche Freiheiten, natürliche Grundrechte (nehmen wir die Religion mit dabei dann müsste ich wohl von "gottgegebene Grundrechten" sprechen), oder was auch immer trifft, denn dann als repressiv bezeichnet?
"Die Repressionshypothese klebt wie Scheisse am Schuh", so zumindest mein Prof. Das ist auch sehr einleuchtend. Das medial ständig verstärkte Schubladendenken nimmt einem wahrscheinlich wirklich oft die Freiheit sich "schubladenfrei" zu bewegen. Würde man es trotzdem machen, würden einen aber auch keiner verstehen. Das kann ja auch nicht Sinn und Zweck der Angelegenheit sein. Aber nochmal zurück....
Wenn ich jetzt 16 Jahre im Urwald lebe und dann meine Traumfrau kennenlerne, lebe ich dann eine "freie" bzw. nicht-repressive Sexualität? Wenn ich mein ganzes Leben noch nie Musik gehört hätte und mir dann autodidaktisch ein Instrument beibringe, wäre das dann frei oder gar neu? Geht gar nicht. Schon klar. Aber das scheint mir die einzige Alternative, wenn das System das uns umgibt so böse ist.
Offensichtlich ist die Authentizität das Optimum schlechthin, aber nicht erreichbar. Schönes Dilemma. Irgendwo hab ich auch mal gelesen, das die Suche nach DEM authentischen Irgendwas (also z.B. Charakter, Musik, Liebe) eine eher pubertäre, naja sagen wir mal jugendliche Leidenschaft ist. Geht aber nunmal nicht. Wir hängen bis zum Hals im Schlamm unserer medialen Umwelt. Basta.
Seminare in denen eher assoziativ durch die Räume geschwafelt wird, gefallen mir generell besser. Das wurde mir eben klar, als der Frontmann nochmal darauf hinwies. Im gleichen Atemzug hat er aber auch gedroht, das die nächsten Seminare nicht so verlaufen werden. Schade eigentlich...
"Die Repressionshypothese klebt wie Scheisse am Schuh", so zumindest mein Prof. Das ist auch sehr einleuchtend. Das medial ständig verstärkte Schubladendenken nimmt einem wahrscheinlich wirklich oft die Freiheit sich "schubladenfrei" zu bewegen. Würde man es trotzdem machen, würden einen aber auch keiner verstehen. Das kann ja auch nicht Sinn und Zweck der Angelegenheit sein. Aber nochmal zurück....
Wenn ich jetzt 16 Jahre im Urwald lebe und dann meine Traumfrau kennenlerne, lebe ich dann eine "freie" bzw. nicht-repressive Sexualität? Wenn ich mein ganzes Leben noch nie Musik gehört hätte und mir dann autodidaktisch ein Instrument beibringe, wäre das dann frei oder gar neu? Geht gar nicht. Schon klar. Aber das scheint mir die einzige Alternative, wenn das System das uns umgibt so böse ist.
Offensichtlich ist die Authentizität das Optimum schlechthin, aber nicht erreichbar. Schönes Dilemma. Irgendwo hab ich auch mal gelesen, das die Suche nach DEM authentischen Irgendwas (also z.B. Charakter, Musik, Liebe) eine eher pubertäre, naja sagen wir mal jugendliche Leidenschaft ist. Geht aber nunmal nicht. Wir hängen bis zum Hals im Schlamm unserer medialen Umwelt. Basta.
Seminare in denen eher assoziativ durch die Räume geschwafelt wird, gefallen mir generell besser. Das wurde mir eben klar, als der Frontmann nochmal darauf hinwies. Im gleichen Atemzug hat er aber auch gedroht, das die nächsten Seminare nicht so verlaufen werden. Schade eigentlich...
Christoph am 3. Mai, 18:50 in mimiThoughts
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Petrusilius - 4. Mai, 21:48
Auch zuviel denken schafft Schubladen
Also ich finde solche Überlegungen von den Herrschaften Psychologen zwar interessant, und in Bezug auf den ja nunmal wirklich teils schädlichen Medieneinfluss (Schubladendenken, Schönheitsideale, etc.) mag das ja auch wohl stimmen, oftmals treiben es die Leute die sich sowas ausdenken in meinen Augen aber viel zu weit. Die bewegen sich durch ihre oft viel zu sehr ausufernden Gedankengänge selbst immer tiefer in ihr eigenes kleines Ich-weiß-es-besser-als-ihr-Schublädchen. Wenns dann nämlich so weit geht, dass man sogar das Medium Schrift als einengend, bzw. repressiv empfindet, sollte man, wenn man selbst an das glaubt was man da erzählt auch keine Bücher zu solchen Themen verfassen. ;-)
Wäre ja dann nen dicker Widerspruch. Die Repressionshypothese klebt eben wirklich wie Scheisse am Schuh...
(Sehr interresant finde ich die Überlegung mit der Traumfrau im Dschungel. Nicht repressive Sexualität ist bestimmt eine schöne Sache, vorausgesetzt man findet dafür eine Dschungelhöhle ohne Höhlenmalereien. Da es sich bei einer bildlichen Darstellung ja nunmal auch um ein Medium handelt, könnte man sich bei eingehender Betrachtung dieser laut Repressionshypothese schnell zu einem unschönen nicht repressiven Koitus interruptus verhelfen.
Also Vorsicht Kaspar Hauser!)
Wäre ja dann nen dicker Widerspruch. Die Repressionshypothese klebt eben wirklich wie Scheisse am Schuh...
(Sehr interresant finde ich die Überlegung mit der Traumfrau im Dschungel. Nicht repressive Sexualität ist bestimmt eine schöne Sache, vorausgesetzt man findet dafür eine Dschungelhöhle ohne Höhlenmalereien. Da es sich bei einer bildlichen Darstellung ja nunmal auch um ein Medium handelt, könnte man sich bei eingehender Betrachtung dieser laut Repressionshypothese schnell zu einem unschönen nicht repressiven Koitus interruptus verhelfen.
Also Vorsicht Kaspar Hauser!)
















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