Geschichten aus einer anderen Zeit
Man hatte es irgendwie schon angesehen, als er sich am Donnerstag Abend hinter mir zwischen meinem Rücken und der Außenbegrenzung des Biergartens durchzwängte. Er wusste das wir Studenten sind und wir wussten das er etwas zu sagen hat. Als mein Mittrinker und -bewohner dann das erste von vier Weizen wegbrachte war der Knoten auch schnell geplatzt.
Ein 75-jähriger Professor der Psychologie, war aus Greifswald gekommen um sich Paderborn anzuschauen. Die Standards waren schnell durch. Natürlich merkt man auch an den Fakultäten in der Uni, das Paderborn Erzbistum ist und Siemens (bzw. das was mal dazugehörte und dann wieder nich und dann doch und Fujitsu hängt da ja auch noch drin, kenn mich da nicht so aus ...) einer der größten Arbeitgeber vor Ort ist. Den größten Unterschied musste ich schnell in den Umständen feststellen in der er studiert und doziert hat und unter denen ich meine Studium zur Zeit absolviere. Greiswald beheimatet natürlich eine viel kleinere Universität als Paderborn und hat eine sehr viel längere Geschichte, aber das allein konnte die Unterschiede zwischen damals und heute nicht überdecken und begründen.
Fachwechsel? Kein Problem. Dann ist man halt am Wochenende mal ein Bier trinken gegangen und hat sich mit dem Anwärter unterhalten um herauszufinden ob die Skills und das Interesse vorhanden ist. Kontakt zu den Studenten? Natürlich. Da wurde auch mal kräftig mitgesoffen. Festgelegte Studienordnungen? Natürlich gab es die, aber man kannte seine Studenten ja persönlich und wusste ob Sie es drauf haben oder nicht. Da hat die Bürokratie ganz offensichtlich noch keine so große Rolle gespielt wie heute. Wenn ich nur daran denke wieviel Stunden ich schon damit verbracht habe vor inneruniversitären Institionen zu warten um Banalitäten zu klären, wird mir ganz anders.
Weder ich noch er konnte uns wirklich in die andere Zeit hineinversetzten. Das abarbeiten des Lehrplans schien ihm genauso fremd, wie mir der Austausch zwischen Dozenten und Studenten.
Gegen Mitternacht waren wir mit 4 Weizen im Blut dann nicht mehr wirklich ernst zu nehmen und er hatte die geplante Zeit für sein Abendessen vermutlich auch um ein vielfaches überschritten. Ein freundlicher Händedruck, das gute Gefühl einen interessanten Menschen getroffen und Informationen gewonnen zu haben, die einem die Universität nicht vermitteln kann, sowie die 4 Weizen haben mich dann mehr oder weniger schnell nach Hause getragen.
Nur eines weiß ich jetzt immer noch nicht. Seinen Namen.
Ein 75-jähriger Professor der Psychologie, war aus Greifswald gekommen um sich Paderborn anzuschauen. Die Standards waren schnell durch. Natürlich merkt man auch an den Fakultäten in der Uni, das Paderborn Erzbistum ist und Siemens (bzw. das was mal dazugehörte und dann wieder nich und dann doch und Fujitsu hängt da ja auch noch drin, kenn mich da nicht so aus ...) einer der größten Arbeitgeber vor Ort ist. Den größten Unterschied musste ich schnell in den Umständen feststellen in der er studiert und doziert hat und unter denen ich meine Studium zur Zeit absolviere. Greiswald beheimatet natürlich eine viel kleinere Universität als Paderborn und hat eine sehr viel längere Geschichte, aber das allein konnte die Unterschiede zwischen damals und heute nicht überdecken und begründen.
Fachwechsel? Kein Problem. Dann ist man halt am Wochenende mal ein Bier trinken gegangen und hat sich mit dem Anwärter unterhalten um herauszufinden ob die Skills und das Interesse vorhanden ist. Kontakt zu den Studenten? Natürlich. Da wurde auch mal kräftig mitgesoffen. Festgelegte Studienordnungen? Natürlich gab es die, aber man kannte seine Studenten ja persönlich und wusste ob Sie es drauf haben oder nicht. Da hat die Bürokratie ganz offensichtlich noch keine so große Rolle gespielt wie heute. Wenn ich nur daran denke wieviel Stunden ich schon damit verbracht habe vor inneruniversitären Institionen zu warten um Banalitäten zu klären, wird mir ganz anders.
Weder ich noch er konnte uns wirklich in die andere Zeit hineinversetzten. Das abarbeiten des Lehrplans schien ihm genauso fremd, wie mir der Austausch zwischen Dozenten und Studenten.
Gegen Mitternacht waren wir mit 4 Weizen im Blut dann nicht mehr wirklich ernst zu nehmen und er hatte die geplante Zeit für sein Abendessen vermutlich auch um ein vielfaches überschritten. Ein freundlicher Händedruck, das gute Gefühl einen interessanten Menschen getroffen und Informationen gewonnen zu haben, die einem die Universität nicht vermitteln kann, sowie die 4 Weizen haben mich dann mehr oder weniger schnell nach Hause getragen.
Nur eines weiß ich jetzt immer noch nicht. Seinen Namen.
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